übe Geben und Nehmen

 

Ordnung von Geben und Nehmen. Wenn der eine mehr geben muss als der andere ist die Beziehung gestört. Sie braucht dieses Gleichgewicht. Wenn das Bedürfnis nach dem Ausgleich von Geben und Nehmen zusammen geht mit der Liebe gibt jeder dem anderen wenn er von ihm etwas bekommen hat zum Ausgleich etwas mehr.

Dadurch wächst der Austausch zwischen ihm und mit ihm das gemeinsame Glück. 

Dieses Bedürfnis nach Ausgleich besteht auch im negativen wenn ein Partner dem anderen etwas antut hat dieser das Bedürfnis ihm auch etwas anzutun. Er fühlt sich verletzt. Deswegen glaubt er, das Recht zu haben, den anderen auch zu verletzen.

Dieses Bedürfnis ist unwiderstehlich. Viele die ein Unrecht erlitten haben, fühlen sich im Recht dem anderen ebenfalls etwas anzutun. Es kommt also hier zum Bedürfnis nach Ausgleich noch etwas hinzu.

Das Gefühl, durch das Unrecht dass mir angetan wurde, hätte ich besondere Rechte. Dann tut man dem anderen nicht nur das gleiche Böse an, dass er einem selber angetan hat. Sondern man tut ihm etwas mehr davon an.

‎Weil er aber dem anderen etwas mehr des Böses angetan hat, fühlt auch dieser sich im Recht ihm wieder etwas Böses anzutun und weil er sich im Recht fühlt tut er ihm sogar etwas mehr davon an.

So steigert sich in einer Beziehung der Austausch des Bösen. Statt des Glückes wächst in einer Beziehung das Unglück. Man kann die Qualität einer Beziehung daran erkennen ob der Austausch von Geben und Nehmen sich hauptsächlich im Guten vollzieht oder im Bösen. 

Die Frage ist, was wäre hier die Lösung? Gibt es eine? Die Lösung wäre vom Austausch im Bösen wieder zum Austausch im Guten zu wechseln. Doch wie kann das gelingen?

Es gibt dafür ein Geheimnis: man recht sich am anderen mit Liebe d.h., man tut ihm zwar auch etwas Böses an aber ein bisschen weniger. Dann hört der Austausch im Bösen auf und beide können wieder mit dem guten Geben und Nehmen beginnen.

Das ist ein wichtiger Aspekt der Ordnung der Liebe. Wenn man ihn kennt und danach handelt kann man in Familien wieder viel zum Guten wenden.

Quelle: Bert Hellinger/Glück das bleibt